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Sport 2000 Putz

Ingo Ortner @ the Lounge
(c) Anders Wandern
Autor Wolfgang Heitzmann präsentiert in seinem Fotovortrag Das andere Österreich Wanderziele aus seinem neuen gleichnamigen Buch. Seine Fotos und Geschichten versetzen ins Staunen, regen zum Nachdenken an und geben Impulse für eine persönliche Mobilitätswende.

"Die ältesten Steine des Landes, schwitzende Gletscher, Römerstraßen und künstliche Ruinen … In meinen Büchern und Vorträgen zeige ich Wanderziele, die neugierige Menschen ins Staunen versetzen", Wolfgang Heitzmann



164 Ziele, 320 Seiten, 400 Fotos

Das andere Österreich - der neue Wanderbildband

Dieses großformatige Buch führt neugierige Leserinnen und Leser unter anderem auf Unterwasser-Vulkane und versteinerte Korallenriffe, in die Welt der Eiszeit, des Ötzi und der Kelten, zu den Social Media der Urzeit und zu Felsen, die zu Wallfahrtszielen wurden. Anregende Texte wecken die Neugier, kompakte Infos erleichtern die Tourenplanung. Dazu liefern 30 Themenseiten viel Hintergrundinformation, während zahlreiche Fotos und zwölf Bild-Essays kaum bekannte Kuriositäten zwischen dem Burgenland und dem Bodensee veranschaulichen.

(c) Anders Wandern
Persönliche Mobilitätswende
Alle Ausgangspunkte der vorgestellten Wanderungen sind per Bus oder Bahn, mit dem Rad oder gegebenenfalls auch mit dem Elektroauto erreichbar. Das gibt Impulse für klimaschonende Outdoor-Erlebnisse und macht Mut für die ganz persönliche Mobilitätswende.


Tourentipp: Wolayer See und Rauchkofel
Wie ein Laufsteg verbindet der Hauptkamm der Karnischen Alpen die Dolomiten mit den Julischen Alpen. Geologisch hochinteressant ist sein Zentralbereich zwischen dem Nassfeld und der Hohen Warte. Wolayer See | Rauchkofel im neuen Bildband



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Weitere Buchtipps | Bergsteigerdorf-Mauthen

Berge lesen

Du kannst die Bücher gerne vorab bestellen und im Biachastl, der kleinen feinen Buchhandlung im Ort abholen. Bestellungen unter Tel. 00436609181143 oder per E-Mail an office@biachakastl.at




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Ingo Ortner @ the Lounge
Helge Bauer, Kleine Zeitung
Erich Auer, Mitglied des Kärntner Naturschutzbeirates, über Erneuerbaren-Ausbau, die strikte Ablehnung von Windkraft-Projekten, die Rolle der Politik und das Verteidigen des Naturschutzes in Kärnten.

Wolfgang Fercher
Kleine Zeitzung, Chefredakteur Kärnten & Osttirol
10. November 2024


Interview

Im Namen des Alpenvereins erwartet sich Auer "Ein klares Votum gegen die Verbauung der Kärntner Berge".

Der Alpenverein sieht den Ausbau Erneuerbarer Energie und Windkraft als wichtigen Grundpfeiler zur Bewältigung der Klimakrise. Warum engagieren Sie sich dann in Kärnten seit Jahren so vehement gegen Windräder?
In Kärnten haben wir nur auf den Bergen genug Wind für Windenergienutzung. Wir sagen, dass in Kärnten der Schaden durch die Windkraft größer ist als der Nutzen und sich der Eingriff in die Bergwelt mit Windrädern nicht rentiert.

Aber braucht es nicht auch Windkraft, um die Energiewende voranzutreiben?
Wir sind ja bei der Energiewende Vorreiter. Mit Wasserkraft und Biomasse haben wir in Kärnten mehr als 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen, beim gesamten Energieverbrauch sind wir bei 60 Prozent - Deutschland ist bei 20 Prozent. Wir haben nicht den Druck, unsere Naturschätze noch für die Energiegewinnung heranziehen zu müssen.

Im Winter tragen andere erneuerbare Energiequellen nicht so viel bei, deshalb braucht es da auch die Windkraft, argumentieren die Energiekonzerne.
Das finanzielle Interesse der E-Wirtschaft am Ausbau ist groß, weil die Förderungen sehr gut sind und es fixe Marktpreisstützung für die Abnahme des Stroms gibt. Mit dem Klimathema zu argumentieren und zu behaupten, dass man mit ein paar Windrädern Katastrophen verhindert, ist Blödsinn. Dann hätten wir mit unserem hohen Erneuerbaren-Anteil Autarkie und wären eine Insel der Seligen. Aber wir sind Teil eines europäischen Marktes.

Solange nicht eine gescheite Zonierung für Windräder vorliegt, braucht es zusätzlichen Schutz.
Erich Auer , Mitglied des Kärntner Naturschutzbeirates

Warum glauben Sie den Experten nicht, die Windkraft auch als Beitrag zur Netzsicherheit sehen?
Weil gerade die Windkraft sehr volatil ist. Die trägt nicht zur Sicherheit bei, sondern das Netz wird instabil und es erhöht die Kosten, weil wir das mit Reservekapazitäten abdecken müssen. Unsere Pumpspeicher sind der Ausgleich für die Netzstabilität.

Windkraft ja, aber nicht bei uns - ist das eine redliche Argumentation?
Das ist eine Standortfrage, es kommt auf die Erschließung und die Eingriffe an. Die komparativen Kosten der Windkraft sind in Kärnten zu hoch.

Aber warum kann man diese Eingriffe, auf gewisse Gebiete beschränkt, nicht zulassen? Zehn Windrädern stehen mittlerweile in Kärnten.
Ich sehe das für Kärnten nicht dringlich. Man hätte auch genug Einsparpotenzial, aber das geht niemand an.

Selbst wenn man einspart, wird der gesamte Energiebedarf noch weit größer.
Aber nicht in dem Ausmaß, wie es die E-Wirtschaft sagt. Und wir haben große Potenziale für Photovoltaik auf Dächern, Biomasse und Wasserkraft, die ständig ausgebaut wird.

Die Kelag plant im Mölltal einen solchen Ausbau mit einem Schwallausgleichskraftwerk. Das kritisieren Sie aber auch?

Wir haben eine vermittelnde Position, dort wird man um ein Ausleitungskraftwerk nicht herumkommen. Das Restwasser in der Möll sollte aber mehr werden als von der Kelag geplant, damit es ökologisch verträglich ist.

Helge Bauer, Kleine Zeitung

Und alle Windkraftprojekte, die bereits in Planung sind, haben Sie mit dem Naturschutzbeirat beeinsprucht?
Ja, etwa die Windparks Lavamünd oder Peterer Alpe. Wir sehen eine mangelhafte Interessensabwägung wegen fehlender Erhebungen bezüglich Raufußhühner und Vogelzug. Wir werden die Projekte aber nicht verhindern können.

Schon im zehn Jahre alten Energiemasterplan wurden strenge Sichtbarkeitsregeln und eine Standorteingrenzung für Windräder auf den Nordostbogen Kärntens festgelegt. Warum reicht Ihnen das nicht als Kompromiss?
Weil ich ein großes Problem auf Kärnten zukommen sehe. Die RED-III-Richtlinie der EU gibt das überragende öffentliche Interesse am Erneuerbaren-Ausbau vor. Wenn ein Betreiber jetzt sagt, wir bauen am Goldeck und die Gemeinde stimmt zu, läuft das rechtlich und die Landespolitik hat nichts mehr zu melden. Solange nicht eine gescheite Zonierung vorliegt, braucht es zusätzlichen Schutz. Den Koralmbereich haben wir eh schon geopfert - 140 Windräder sind da auf steirischer oder Kärntner Seite gebaut oder in Planung.

Warum lassen Sie sich jetzt von der FPÖ für eine Volksbefragung gegen die Windkraft vor den Karren spannen?
Ich sehe das nicht so. Als Alpenverein vertreten wir unsere jahrelange Position weiter. Wenn die FPÖ oder andere Parteien anfragen, informieren wir sie über unsere Argumente. Wir sind keine Klimawandelleugner.

Was erwarten Sie sich von der Volksbefragung?
Ein klares Votum gegen die Verbauung der Kärntner Berge. Das wäre ein Signal an die Politik, vorsichtiger zu agieren. Wenn es für die Windkraft ausgeht, sind Tür und Tor für neue Begehrlichkeiten geöffnet - wir hören von Projekten, die raufgehen bis Heiligenblut oder ins Liesertal.

Solche Projekte sind doch nicht realistisch?
Es geht nur ums Geld. Die E-Wirtschaft ist momentan mit dem Klimathema in Goldgräberstimmung. Übergewinne werden in zukünftige Gewinne investiert. Ich befürchte, dass man jetzt die Skigebiete angeht und sagt, dass die eh schon verbaut sind. Das ist fadenscheinig - Liftstützen sind vielleicht zehn Meter hoch, Windräder mehr als 100 Meter.

2022 sprach sich der Naturschutzbeirat "im Sinne der gelingenden Energiewende" für Tempo 100 auf Autobahnen aus. Windkraft ablehnen, aber Tempo 100 fordern - wie passt das zusammen?
Wir sehen auch im Verkehr großes Einsparpotenzial. Da geht es nicht nur um CO2, sondern auch um Lärm, Stickoxide oder Reifenabrieb.

Der Kärntner Naturschutzbeirat ist ein Kollegialorgan, nicht ein weisungsfreier Umweltanwalt wie in anderen Bundesländern. Ist das ein zahnloses Gremium?
Nein, im Gegenteil. Wir sind weisungsfrei und durch die Ehrenamtlichkeit völlig unabhängig. Das ist oft unbedankt. Wir werden als Verhinderer dargestellt, dabei verteidigen wir Interessen der Öffentlichkeit gegen wirtschaftliche Interessen.

Sind Sie nicht tatsächlich Verhinderer, wenn Sie Verfahren in die Länge ziehen oder touristische Projekte blockieren?
Nein, wir sind keine Verhinderer, aber wir schauen genau, ob etwas gesetzmäßig abläuft, Natur- und Umweltschutz berücksichtigt wird. Haben wir Bedenken, können unsere Einwendungen im Bescheid berücksichtigt werden oder wir gehen vor das Landesverwaltungsgericht.

Wie stark ist der Naturschutz in den letzten Jahren unter Druck gekommen?
Der Naturschutz spielt momentan wenig Rolle, alles wird dem Klimaschutz untergeordnet. Dabei ist die Biodiversitätskrise wesentlich schlimmer. Die Klimakrise wird sagen, wie wir in Zukunft leben werden. Die Biodiversitätskrise wird sagen, ob wir noch leben werden. Aber grundsätzlich ist das Naturschutzgesetz in Kärnten gut und sollte auf keinen Fall geschwächt werden.

Die offizielle Vorsitzende des Naturschutzbeirates ist Landesrätin Sara Schaar (SPÖ). Wie oft ist sie anderer Meinung als die Mitglieder des Beirates?
Das kommt immer wieder vor und ist für sie nicht einfach, weil sie Entscheidungen als Vorsitzende mittragen muss. Im Energiebereich ist sie sehr kritisch geworden. Bei Beschwerdeverfahren kann sie nicht mitstimmen, sie hat aber eine Stimme bei normalen Entscheidungen aufgrund des Naturschutzgesetzes. Nur wenn es unentschieden ausgeht, zählt ihre Stimme mehr.

Um Chaletprojekte in den Kärnten Bergen ist es ruhig geworden?
Momentan ja. Am Stubeck wird massiv gebaut, aber da haben wir keine Handhabe. Der Naturschutzbeirat kann nur in bestimmten Bereichen aktiv werden - etwa bei Bauten in Alpinzonen, bei Feuchtflächen und naturnahen Gewässern.

Welche Schwerpunkte will der Alpenverein im Naturschutz setzen?
50 Prozent der Tierarten in Kärnten sind bedroht, deshalb wollen wir auch bei der Renaturierung ansetzen - mit Bergwaldprojekten, aber auch Umweltbaustellen, wo Feuchtflächen und Gewässerschutz geschaffen werden.




Windräder auf Bergen und Almen


Eine komplette Stoffsammlung zum sehr komplexen Thema Windkraftanlagen auf Bergen und Almen gibt es hier zum Nachlesen ...





Mehr zum Thema

Fakten und Mythen zum Thema Windkraft in Kärnten
  • Energiestrategie Kärnten (Zwischenberichte)
  • Positionspapier Windkrafft (Alpenverein)
  • Vorschlag Positionspapier Wasserkraft Oberkärnten
  • Pasterze

Lernen Sie Geschichte Herr Landeshauptmann
Statement von LH Dr. Peter Kaiser zur Windkraft
#pfiatdigott


Keine Windräder auf Bergen und Almen
Am 12.1.2025 findet in Kärnten eine Volksbefragung zum Thema WINDKRAFTANLAGEN auf BERGEN und ALMEN statt. Eine Stoffsammlung.


ORF Radio Kärnten | Streitkultur
Montag, 18.11.2024 pro und kontra Windkraft: "Der Wind wird rauer".
Unter der Leitung von Martina Steiner diskutieren:
  • Sebastian Schuschnig, Landesenergiereferent, ÖVP
  • Erwin Angerer, Initiator der Volksbefragung, FPÖ
  • Wilfried Klauss, AAE, Windkraftpionier
  • Christoph Aste, Experte für Erneuerbare Energie
  • Erich Auer, Alpenverein und Mitglied im Naturschutzbeirat

Ja zu Kärntnes Bergen ohne Windräder (Gegenwind in Kärnten, PDF)
Horst Flößholzer, AV Wolfsberg

12. Jänner 2025: Der Lostag für Kärntens Energiezukunft

Österreichs Windkraft hat mit Gegenwind zu kämpfen

Die Saualpe im Visier der Windparkbetreiber


NICHT mein Bergtirol, Assling, Compedal


Zur Person

Erich Auer (66) war beruflich als Hauptschullehrer tätig. Er ist seit 2010 Naturschutzreferent des Alpenvereins in Kärnten, seit 2012 ist er für den Alpenverein Vertreter im Naturschutzbeirat.

Der Naturschutzbeirat/Umweltanwalt ist beim Land in der Abteilung 8 eingerichtet. Vorsitzende ist Landesrätin Sara Schaar. Neben Auer sind die Mitglieder Wilfried Franz (Naturwissenschaftlicher Verein), Peter Honsig-Erlenburg (Naturschutzbund), Johannes Thurn-Valsassina (Jägerschaft) und Thomas Schneditz (Naturfreunde).


Österreichischer Alpenverein, Landesverband Kärnten

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Österreichische Alpenvereinsjugend Deutscher Alpenverein e.V. (DAV) Österreichischer Alpenverein Alpenverein Hermagor Alpenverein Wolfsberg Alpenverein Sektion Mölltal Alpenverein Klagenfurt Alpenverein Villach Alpenverein Steinnelke Alpenverein Spittal Alpenverein Radenthein Alpenverein Feldkirchen Alpenverein Edelweiss




Keine Windindustrien auf Kärntens Bergen

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Der Österreichische Landesverband Kärnten erwartet sich "Ein klares Votum gegen die Verbauung der Kärntner Berge". Damit das gelingt und das Thema alle Kärntnerinnen und Kärntner - vor allem die Jugend erreicht, werden wir alle Alpenvereinsaktivitäten bestmöglich unterstützen. Wenn Du uns dabei finanziell unterstützen kannst und möchtest. DANKE!


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Ingo Ortner @ the Lounge

Ein ganzes Leben für die Jugend, für Mauthen und die geliebten Berge

"Der Sepp war's" und alle wissen, von wem die Rede ist. Von Josef "Sepp" Lederer, dem unermüdlichen Motor des Bergsteigerdorfs Mauthen.

Geboren am 19. März 1948, stammt Sepp Lederer aus Mauthen. Schon seine Geburt war denkwürdig. Alois, Sepps Vater, saß bereits in geselliger Runde beim Brückenwirt und begoss die Geburt seiner Tochter Lisbeth, als die Nachricht hereinplatzte: "Lois, du hast Zwiesilan!". Der Zwillingsbruder Sepp war geboren - unerwartet und ungeplant.

In der Seele verbunden, waren die Geschwister ein ungleiches Paar. Während die Schwester ein fleißiges, strebsames Kind war, trieb sich Sepp in den Wäldern herum und hatte keine Zeit für's Lernen. Nach der Pflichtschule - die Lehrstelle war bereits ausgesucht - bestimmte der strenge Vater "entweder beide, oder keiner!". So kam auch Sepp nach Klagenfurt, wo er die LBA absolvierte. Nach mehreren Stationen in den Schulen des Gail- und Lesachtals wurde er am 1.9.1999 Direktor der VS Kötschach-Mauthen.

Seine besondere berufliche Aufmerksamkeit galt den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Daher auch seine Ausbildung zum ersten geprüften Sprachheillehrer des Bezirks und die Arbeit als Direktor der Heilstättenschule beim LKH Hermagor. Kulturell war Sepp als Sänger 25 Jahre aktives Chormitglied, sieben davon Chorleiter des MGV Mauthen.

Seinen charismatischer Umgang mit Menschen und seine Liebe zu den Bergen hat Sepp seit über 50 Jahren vor allem aber in zwei Funktionen perfektionalsiert. Als Obmann der Bergrettungsstelle Kötschach-Mauthen (bis 1999) und seit 1994 als Obmann der neugegründeten ÖAV Sektion Obergailtal-Lesachtal mit derzeit über 4.500 Alpenvereinsmitgliedern. Das Wegenetz, der Naturschutz, die vielen baulichen Maßnahmen im alpinen Gelände und vor allem die Planung und Errichtung des ÖAV Freizeitgeländes in Mauthen sowie der Ausbau der Zollnersee-Hütte sind vollständig auf sein Wirken zurückzuführen.

Der Begriff "Senza Confini" (Ohne Grenzen) wurde von ihm schon immer gelebt. Sei es bei der Gründung des Internationalen Valentin Gletscherlaufs vor 53 Jahren, als Koordinator der österreichischen Teilnehmer beim "Fleonslauf" in Forni Avoltri und beim "Kofler Memorial" in Mojstrana, als auch bei der Erfindung des Alpe-Adria-Alpin-Jugendtreffens, das heuer zum 31. Mal stattfindet.

Im Jahr 2011 gelang es Sepp mit der Aufnahme von Mauthen in den erlesenen Kreis der Bergsteigerdörfer Österreichs, seinem Heimatort einen alpinistischen Ehrenplatz zu verschaffen.

Berg Heil!




Berufliche Stationen:

VS Reisach, HS-Expositur St. Lorenzen/Lesachtal, Sonderschullehrer an der Heilstättensonderschule Hermagor, Expositur Laas, Heilstättenschule Hermagor, VS Kötschach, VS Dellach, seit dem 1. September 1999 Leiter der VS Kötschach-Mauthen.



ÖBRD Ortsstelle Kötschach-Mauthen

1967 trat er dem Bergrettungsdienst, Ortsstelle Kötschach-Mauthen, bei. Im Jahr 1970 wurde er zum Ortsstellenleiter gewählt. Diese Funktion hatte er bis zur Jahreshauptversammlung 1999 inne. Während dieser Zeit wirkte Lederer bei mehr als 350 alpinen Einsätzen an vorderster Front als Einsatzleiter und Hundeführer mit. 25 Jahre gehörte Lederer der Lawinenkommissionan, und 17 Jahre wirkte er im Ausbildungsteam für Lawinenhunde aktiv mit. 1970 wurde Lederer auch das "Kärntner Kreuz für Lebensrettung" verliehen.

Im Zuge der 52. ordentlichen Jahreshauptversammlung am 29.1.1999 in Mauthen übergab Sepp Lederer die Führung des Vereins an Roland Pranter mit der Aufgabe, "dieses Erbe im Sinne seiner Vorgänger voll zu erfüllen und die neuen Entwicklungen der Bergrettungstechnik weiter zu fördern". Im Rahmen des XXIX. Internationalen Valentingletscherlaufes wurde Sepp Lederer für seine Verdienste rund um das Bergrettungswesen zum Ehrenobmann ernannt.

Öffentlichkeitsarbeit ist für die Ortsstelle auch kein Fremdwort, sei es beim Pistendienst, Langlaufmarathon, MTB-Marathon, Bergfestival, Bergläufe, Zivilschutztage oder Schülerklettern - der Bergrettungsdienst Kötschach-Mauthen ist immer präsent.

Auch hat die Ortsstelle mit dem "Internationalen Valentingletscherlauf" weit über die Grenzen hinaus einen Bekanntheitsgrat erlangt. Der Vater dieser Veranstaltung, Ehrenobmann Sepp Lederer, hat schon vor 29 Jahren mit dieser Veranstaltung den
Begriff "senza cofine" salonfähig gemacht. Im Jahr 2000 findet der XXX. Internationale Valentingletscherlauf statt

Der Begriff "Senza Confini" wurde von ihm immer schon gelebt und als Koordinator der österreichischen Teilnehmer beim "Fleonslauf" in Forni Avoltri und "Kofler Memorial" in Mojstrana seit Jahren umgesetzt.

Ab dem Jahr 1975 initiiert Lederer alle fünf Jahre einen Polinik Gipfelkreuz-Gedenkgottesdienst. Sein ausgeprägtes Organisationstalent und seine Führungsqualitäten nützte Lederer zur Geldbeschaffung für alpines Rettungsmaterial und für die Umsetzung diverser Baulichkeiten für Bergrettung und Alpenverein. Als Erfinder und langjähriger Organisator (von 1971-1999 28 Rennen) des Valentingletscherlaufes mit dem "Fest der Sieger" im großen Rathaussaal, vier legendären Klammfesten, diversen Bergrettungsförderaktionen sowie das Konzert mit Andy Borg runden diese Initiativen ab.

In seiner fast 30-jährigen Tätigkeit als Ortsstellenleiter und einer gewissen "Demokratur" war Lederer stets Vorreiter - auch gegenüber der Landesorganisation - was die Beschaffung und Finanzierung von alpinem Rettungs- und Ausrüstungsmaterial belangte. Lederer war und ist ein unermüdlicher Motor und Mitarbeiter bei Baulichkeiten für das alpine Rettungswesen und zum Wohle der Jugend.



CHRONIK Bergrettung

1968 - erste Gerätekammer im alten Gendarmeriehaus;
1974 - erstes Übungsgelände in der Mauthner Klamm (Torbogen);
1976/77 - Bau des Vereinsheimes und der Gerätekammer im Rathaus;
1980-1984 - Versicherungsarbeiten Seewarte und Seekopf;
1984-1992 - als Bergrettungsobmann unermüdlich für den Ausbau des Rathaussaales gekämpft;
1985 - Erschließung des Klettergartens beim Wolayer See bzw. der damaligen Eduard-Pichl-Hütte; 1989 - Initiator zum Bau der Kletterwand an der Hauptschule;
1990 - Bau des Krafttrainings- und Boulderraumes im Keller des Rathauses; Erstausbau der Mauthner-Klamm; Erstversicherung der Raudenspitze im Lesachtal; Ideenlieferant und Erbauer des Klettersteigs "Senza Confine" am Cellon; Ideenlieferant und Erbauer vom Klettersteig "Oberst Gressel Gedenkweg" am Kleinen Pal;



CHRONIK Alpenverein - ÖAV Sektion Obergailtal-Lesachtal

1994 Neugründung der seither wieder eigenständigen Sektion Obergailtal-Lesachtal des Österr. Alpenvereines. Die Erstgründung der Sektion Obergailtal-Lesachtal erfolgte im Jahr 1894. Im Jahr
1994 erfolgte die Neugründung der Sektion Obergailtal-Lesachtal, und damit verbunden war die Abspaltung von der Sektion Austria in Wien. Mit dieser Ausgliederung übernahm Sepp Lederer
auch die Obmannfunktion, die er seither inne hat.
1990 - Errichtung eines provisorischen Eisplatzes nächst dem "Sägewerk Lederer" in Mauthen;
1994 - Bau eines Umkleideraumes aus Holz neben dem Eislaufplatz;
1995 - Erweiterung bzw. Bau einer zweiten Umkleidekabine;
1996 - Rodung des später zum Alpenvereins-Zentrum ausgebauten Grundstückes in der Nähe des
Mauthner-Waldbades. Übersiedlung dorthin und Errichtung eines neuen, asphaltierten Eisplatzes mit Bande. Dieser Platz dient der Jugend als Eislaufplatz bzw. für den Eishockeysport;
1997 - Errichtung des AV-Jugendheimes; 2000 - Errichtung des Eisturmes, dessen "Stahlgerippe" aus einem im Burgenland nicht mehr benötigten Hochspannungsmast besteht. Ein Jahr später Ummantelung des Stahlgerippes mit Beton;
2001 - Erstmalige Durchführung der Int. Österreichischen Meisterschaften im Eisklettern.
2001 - Errichtung einer Garage für Gerätschaften, sowie einer sanitären Anlage;
2001 - Ankauf einer Eismaschine für die Pflege des Eisplatzes und Errichtung von zwei Beachvolleyballplätzen mit Sitzgelegenheiten für Zuschauer;
2002 - "Kleiner Eisturm" als Zubau zum bestehenden Eisturm;
2002 - Anschaffung Zeitnahme und Bedienerpult für den Eishockeybetrieb sowie Einrichtung der
Umweltbausstelle zur Sanierung der Route 434 vom Plöckenpass-Maschinengewehrnase zum Kleinen Pal;
2003 - Errichtung des Klubhauses mit entsprechenden Umkleidekabinen, Duschen, Einbau einer Zentralheizung;
2005 - Bau einer größeren Hütte als Abstellraum für diverse Geräte neben dem Eisturm, sowie
Zubau einer überdachten Fläche an der Ostseite des Jugendheimes zur Erweiterung des Platzangebotes für diverse Veranstaltungen;
2006 - Kauf der Dr. Steinwender Hütte von der Sektion Austria und Umbenennung zur "Zollnersee Hütte".
Im Jahr 2006 wurde Sepp Lederer mit dem internationalen Solidaritätspreis "Premio Internazionale
Solidarieta Alpina 35° Targa dÀrgento" ausgezeichnet.
2011 am 6. Mai hat Sepp Lederer seinem Heimatort Mauthen die Aufnahme in den erlesenen Kreis der Österreichischen Bergsteigerdörfer ermöglicht.
2015 - Neuorganisation der ÖAV Jugend- und Sportgruppe
2016 - Erstmalige Durchführung des Grenzgänger Wandermarathons.
2017 - Erstmalige Durchführung des MTB Grenzmarathons
2017 - am 29.11. Verleihung des "Kärntner Lorbeer in Gold" durch das Land Kärnten für langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten

Ergänzung:
2020 - Eröffnung des historischen Alpinarchivs Centrum Carnicum
2021 - Verleihung des Ehrenrings der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen




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Ingo Ortner @ the Lounge

ÖAV Obergailtal-Lesachtal Obmann Sepp Lederer

Ansprachen wie diese heute von mir als ehemaligem Reserveoffizier, Ehrenobmann der Bergrettung und Obmann des Alpenvereins gehaltene, sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine Art von angenehmer Pflichtübung geworden, von einer Art kollektiver Selbstbeglückwünschung.

Vor Kriegerdenkmälern, bei historischen Stellungen, an Gedenktagen haben wir uns versammelt und feierlich immer verschwommener werdende Erinnerungen an vergangene Kriege heraufbeschworen.

Wir haben uns dazu gratuliert, dass wir Europäer seit 1945 in einer noch nie dagewesenen Epoche des Friedens und der Völkerverständigung leben. Wir haben mit wohligem Schauer auf die uns zunehmend unverständliche Kriegsbegeisterung unserer Väter-, Großväter- und Urgroßelterngeneration zurückgeblickt und versucht zu verstehen, wie ein ganzer Kontinent in einen Weltbrand hinein schlafwandeln konnte. Oder eben nicht einmal versucht, es zu verstehen, sondern es hingenommen als ein historisches Faktum, das Ergebnis einer Geisteshaltung, einer Ideologie, die wir glücklicherweise überwunden zu haben meinten.

Wir haben Schweigeminuten abgehalten und sind dann zur Tagesordnung oder zum gemütlichen Beisammensein übergegangen.

Heute dagegen stehen wir vor den stummen Zeugen eines vergangenen Wahnsinns inmitten des ehemaligen Frontgebietes auf der Zollner Alm. Wir stehen vor der Zollner Friedenskapelle mit ihrer in goldenen Lettern geprägten Inschrift "Mai nemici, sempre piu amici - Nie mehr Feinde, immer mehr Freunde"!

Und das Entsetzen, das uns beschleicht, ist unmittelbarer, als es je war. Krieg herrscht in Europa, ein halbes Jahr schon, und kein Ende ist abzusehen. Bilder und Berichte vom Grauen sind uns aus den Medien täglich gegenwärtig. Woran wir uns hier als ferne Geschichte erinnern, ist für Menschen auf unserem Kontinent unerbittliche Gegenwart. Nur zwei Staatsgrenzen müssten wir überschreiten, um in ein Land zu gelangen, in dem Töten, Sterben, Angst, Hunger, Trauer und Schmerz herrschen.


Sind wir uns bewusst, was das heißt?

Können wir es uns nach beinahe acht Jahrzehnten - mehr, als viele, wenn nicht die meisten von uns Lebensjahre haben! - nach beinahe acht Jahrzehnten Frieden und Prosperität überhaupt noch vorstellen, was es für ein Land, eine Bevölkerung bedeutet, vom Krieg betroffen zu sein?

Fast täglich begegnen wir jenen mehr als zwanzig Flüchtlingen, Frauen mit ihren Kindern aus dem ukrainischen Kriegsgebiet, die im Bergsteigerdorf Mauthen und in Würmlach einen sicheren Platz gefunden haben und von uns bei unseren wöchentlichen Treffen im Alpenvereinszentrum auch bestmöglich betreut werden. Es ist schön zu sehen, dass in ihren anfänglich verschreckten Gesichtern wieder ein Lächeln zu bemerken ist oder gar ein Lachen aus ihren Kehlen hallt.


Wir leben in einer gefährlichen Zeit. Krieg herrscht in Europa!

Zündler gibt es allenthalben auf diesem überhitzten Planeten, die mit dem Krieg spielen. Aus falschem Geschichtsverständnis, aus persönlicher Eitelkeit, aus tagespolitischem Kalkül.

Es war Krieg, haben wir uns jahrelang kopfschüttelnd und bedauernd gesagt. Es war Krieg. Es war einmal Krieg.

Und nun schauen wir uns um und müssen mit Matthias Claudius sagen, der eines der eindrücklichsten, der erschütterndsten Antikriegsgedichte der Welt geschaffen hat: Es ist Krieg.

's ist Krieg! 's ist Krieg!
O Gottes Engel, wehre, Und rede Du darein!
's ist leider Krieg - und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Möge die Menschheit endlich, endlich lernen!




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Ingo Ortner @ the Lounge

Geologische Lehrpfade - 500 Millionen Jahre Erdgeschichte ... Kellerwand, Hohe Warte und Seekopf, Polinik, Pal und Cellon lagen noch vor 365 Millionen Jahren im Meer und bildeten ein Korallenriff. Als sich das Devon-Meer zu schließen begann, wurden tausende Meter Gesteinsschichten voll mit Muscheln, Korallen und Seelilien emporgehoben. Sie bilden nun neben den Gailtaler Alpen die eindrucksvollen Berge der Karnischen Alpen, die das Bergsteigerdorf Mauthen umrahmen.

Diese 500 Millionen Jahre Erdgeschichte werden entlang von 8 Geotrails "begreifbar":

Zusätzlich gilt es in Dellach/Gailtal das Besucherzentrum des GeoParks Karnische Alpen zu besichtigen.

Bei Interesse: Tel.: 0043471830133 oder E-Mail an: office@geopark-karnische-alpen.at.





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Bergsteigerdorf Mauthen, 2025-03-31
Weitwandern in den Südalpen: Karnischer Höhenweg • KHW 403
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