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2026-02-28
(c) Benedikt von Loebell
(c) Benedikt von Loebell

Hoch über der Drau auf der Dellacher Schattseite erhebt sich Schloss Stein. Die schwer zugängliche Felsenburg im Oberen Drautal fasziniert seit fast 900 Jahren und war bisher nur zu besonderen Anlässen zugänglich. Nun öffnet Fürst Heinrich Orsini-Rosenberg das Schloss regelmäßig für Führungen und Übernachtungen. Wanderführerin Christine Kelz begleitet Besucher durch die historischen Räume und beantwortet Fragen zum Leben im Schloss.

Kontakt - Anmeldung zu Führungen:
Christine Kelz +43 676 62 88 447

Die derzeit fixierten Termine sind bis auf den 14.06. um 14:00 bereits zur Gänze ausgebucht. Weitere Termine im Juli und August werden demnächst unter www.schloss-stein.com/guided-tours kommuniziert.

Bevorzugt an Wochentagen gibt es jederzeit die Möglichkeit einer Privatführung
Kontakt: +43 676 62 88 447


(c) Benedikt von Loebell
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Kurzgeschichte
1214 - Erste Nennung der Burg.
1334 - urkundl. Erwähnung der Kapelle.
bis 1335 - Die Burg ist im Besitz der Grafen von Görz.
1440 - Die Burg gelangt an die Grafen von Cili.
1456 - Kaiser Friedrich III. ist im Besitz der Burg und setzt Burgpfleger ein.
um 1500 - Umbau der Kapelle in eine Doppelkapelle.
1681 - Die Burg fällt an die Grafen von Rosenberg und verbleibt in ihrem Besitz.


Homepage Schloss Stein



Langfassung

Schloss Stein

Hoch über dem oberen Drautal in Kärnten erhebt sich Schloss Stein auf einem markanten Felsenrücken oberhalb der Gemeinde Dellach im Drautal. Die eindrucksvolle Lage verleiht der Anlage bis heute eine besondere Ausstrahlung. Von hier aus bietet sich ein weiter Blick über das Tal der Drau und die umliegenden Berge, was deutlich macht, weshalb dieser Ort im Mittelalter strategisch von großer Bedeutung war. Schloss Stein zählt zu den charakteristischen Burgen Kärntens und ist ein wichtiges Zeugnis der regionalen Geschichte.

Die Ursprünge der Burg reichen vermutlich bis ins 12. oder frühe 13. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit entstanden im Alpenraum zahlreiche Wehrbauten, die sowohl dem Schutz wichtiger Handelswege als auch der Machtsicherung regionaler Adelsfamilien dienten. Auch Schloss Stein erfüllte eine solche Funktion: Es kontrollierte Teile des Drautals, das seit jeher eine bedeutende Verkehrsachse zwischen Ost- und Südtirol sowie weiter nach Italien darstellte. Die Höhenlage bot nicht nur Schutz vor Angriffen, sondern ermöglichte auch die Überwachung des Umlands.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer. Verschiedene Adelsgeschlechter prägten die Geschichte des Bauwerks und nahmen bauliche Veränderungen vor. Aus einer ursprünglich rein wehrhaften Anlage entwickelte sich nach und nach ein repräsentativerer Sitz, der neben militärischen auch wohnliche Funktionen erfüllte. Typisch für viele Burgen dieser Zeit war die Kombination aus Bergfried, Wohntrakt und ummauerter Kernburg. Reste dieser Strukturen lassen sich bei Schloss Stein noch heute erkennen.

Architektonisch zeigt die Anlage Spuren verschiedener Epochen. Während die ältesten Teile noch klar dem romanischen beziehungsweise frühgotischen Burgenbau zugeordnet werden können, lassen spätere Umbauten Einflüsse der Renaissance erkennen. Fensteröffnungen wurden vergrößert, Wohnräume komfortabler gestaltet und einzelne Gebäudeteile erneuert. Dennoch blieb der wehrhafte Charakter stets sichtbar: Mächtige Mauern, eine exponierte Lage und die Einbindung des natürlichen Felsens in die Bauweise zeugen von der ursprünglichen Funktion als Schutz- und Trutzburg. Mit dem Wandel der Kriegsführung und dem Rückgang der Bedeutung mittelalterlicher Wehrbauten verlor auch Schloss Stein allmählich seine militärische Rolle. 

Heute ist Schloss Stein ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und kulturgeschichtlich Interessierte. Der Aufstieg zur Burg führt durch die reizvolle Landschaft des Drautals und verbindet Naturerlebnis mit Geschichte. Vor Ort vermitteln Informationstafeln Einblicke in die Vergangenheit der Anlage und ihre Bedeutung für die Region. 

Für die Gemeinde Dellach im Drautal stellt Schloss Stein ein wichtiges kulturelles Wahrzeichen dar. Es erinnert an die lange Geschichte des Ortes und an die Zeit, in der Burgen das politische und gesellschaftliche Leben bestimmten. Gleichzeitig ist die Anlage ein Symbol für Beständigkeit und Wandel: Trotz Zerstörung und Verfall trotzt sie seit Jahrhunderten Wind und Wetter und erzählt still von vergangenen Generationen.

So verbindet Schloss Stein auf eindrucksvolle Weise Natur, Geschichte und Architektur. Die Ruine steht nicht nur für die mittelalterliche Vergangenheit Kärntens, sondern auch für die Identität des oberen Drautals. Wer sich auf den Weg hinauf macht, begegnet nicht nur alten Mauern, sondern auch einem Stück lebendiger Regionalgeschichte.




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Ingo Ortner
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